20-jähriges Jubiläum

Das Kinderhaus Nesslbach feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehensjubiläum. In dieser Zeit hat sich das gesamte Kinderhaus immer wieder weiterentwickelt, stets verbessert und spezialisiert. So wurde zusätzlich zu der Heilpädagogischen Gruppe im August 2018 die Therapeutische Gruppe eröffnet und neu strukturiert und gestaltet. Unterschiedliche Fortbildungen in verschiedene Richtungen wurden absolviert, wie beispielsweise Traumapädagogik oder Erlebnispädagogik. Im Kinderhaus Nesslbach wird so mit den Jungen gearbeitet, dass sie ihren Weg finden und gehen können, aber auch Erwachsene können hier ein Praktikum ableisten oder ihre Ausbildung absolvieren. Wir sind sehr gut vernetzt und arbeiten mit einigen Handwerksbetrieben oder Kooperationspartnern zusammen. Auf viele weitere schöne Jahre mit den Jungen für das und mit dem Kinderhaus Nesslbach!

Einweihung der selbstgebauten Sitzecke aus Paletten

Ein Pädagoge aus dem Kinderhaus hat mit den Jungen zusammen eine gemütliche Sitzecke aus Paletten gebaut. Als Überraschung  wurde diese feierlich mit neuen Polstern ausgestattet und auf dem Sommerfest eingeweiht

In diesem Jahr fand das Sommerfest im Kinderhaus bei wunderbaren sommerlichen Temperaturen wieder statt. Es wurden ehemalige Mitarbeiter geehrt und Jungen, für die ihr Weg nach Hause oder in eine andere Einrichtung geht, wurden gebührend verabschiedet.  Das "Apfelfischen" war für das Fest ein lustiges Spiel.

Sommer - wir wären dann soweit

Sommerzeit ist Gewitterzeit - auch in Nesslbach

Am Mittwochabend hat es in Nesslbach und der näheren Umgebung unglaublich stark gewittert, sodass auch massive Schäden entstanden sind. Gottseidank kam das Kinderhaus Nesslbach alles in allem recht gut weg und es musste lediglich die Terrasse vom Schlamm befreit werden. Die Jungen freuten sich jedoch, dass die gebauten Sandhäuser überflutet wurden und alle Figuren und Fahrzeuge wortwörtlich bei der Hitze "badengehen" konnten. 

Derzeit wohnen Jungen im Kinderhaus, die sehr kreativ sind und gerne Gesichts-Masken oder auch Ganzkörper-Masken basteln. Besonders beliebt sind dabei Minecraft-Blöcke für verschiedene Kreationen

Die Jungen kümmern sich gut um ihre Kuscheltiere. So werden auch Höhlen und Betten gebaut und die Tiere auch zugedeckt oder warm angezogen, wenn es das Wetter erfordert. 

Im Frühjahr werden nicht nur der Garten draußen hergerichtet und die Hochbeete zurechtgemacht, sondern auch drinnen Kräuter angepflanzt, die gut auf ein Butterbrot passen. In Eierschalen pflanzten die Jungen aus der therapeutischen Gruppe Gartenkresse an, die bald geerntet und auf Butterbroten genossen werden konnte. 

In den Pfingstferien blieb viel Zeit für ruhiges Bauen, gemeinsames Spielen, Entspannung im Garten oder Erdenken und Erschaffen neuer Lego-Welten.

Ganze Schlösser und Burgen wurden zusammen gebaut und ausgiebig bespielt.
Dabei kommen die Jungen zur Ruhe und können ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Die Lego-Ninjago-Helden kämpfen gemeinsam gegen die Bösen. Spielerisch lernen die Jungen Zusammenhalt und guten Kontakt zueinander

Obwohl die Jungen die meiste Zeit das "Lernen zu Hause" recht gut bewältigen konnten, ist es wohl - wie für alle - eine große Freude und Erleichterung, dass das normale Schulleben nun wieder weiter geht

Die erste Frühlingsdeko hat gute Dienste abgeleistet und die Blumen sind "ausgeblüht".
Mittlerwerweile wurden die alten Blumen durch neue Frühlingsblüher ersetzt und zieren so den Hauseingang des Kinderhaus in Nesslbach.
 

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
die Tage kommen blütenreich und milde. 
Der Abend blüht hinzu und helle Tage gehen,
vom Himmel abwärts, wo die Tag‘ entstehen.

Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten,
wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten.
Die Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
so sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele. 



Gemeinsam mit dem Gruppenleiter der therapeutischen Gruppe haben die Jungen ihre eigenen Osternester gebastelt und bemalt.

Frohe Ostern

Das Kinderhaus Nesslbach hat die Osterferien gut für die Ostervorbereitungen genutzt. So wurden, wie jedes Jahr, am Karfreitag die Ostereier bunt gefärbt und fand am Ostersonntag das Osterbrunch statt mit vielen guten Leckereien und dem eigens gebackenem Osterlamm. Anschließend wurden die selbst gebastelten Osternester im Garten gesucht. 

Trotz, oder gerade mit der anhaltenden Situation wachsen wahrscheinlich alle über sich hinaus, wie diese Blumen! Ein großes Dankeschön an das gesamte Team des Kinder- und Jugendhaus Nesslbachs für das Durchhaltevermögen, das Engagement und die gute Stimmung!

Endlich kehrt der Frühling wirklich ein. Die Bäume blühen, die Sträucher sprießen und die erste Frühlingsdeko fand auch schon ihren Platz.
Wir wünschen allen einen wunderbaren Frühlingsanfang. Genießen Sie den Zauber des Neubeginns!

"Als das Hühnchen die Maske stahl"



Gedanken in Corona-Zeiten


Viele verschiedene Gedanken gehen da einem im Kopf herum. Manchen fehlt die Schule an sich, die Lehrer oder eben die Freunde in der Schule. Und andere können zu Hause besser arbeiten denn je. Die Jungen im Kinderhaus können sich in diesen Zeiten tatsächlich sehr gut stabilisieren. Ohne Reize von aussen oder Informationsfluten können sie sich leichter auf sich konzentrieren und finden ihren Fokus besser.

Wir hoffen und wünschen, dass viele ihren Augenmerk wieder auf das Wesentliche lenken können und leichter Zeit für Menschen und Dinge finden, die ihnen wichtig sind. 

Die aktuelle Corona-Situation fordert Kinder, wie Erwachsene gleichermaßen. Im Kinderhaus findet am Vormittag das Homeschooling statt und am Nachmittag spielen die Jungen draußen am Klettergerüst oder malen schöne Bilder.

Ninjagos erobern die Welt. Auch in Nesslbach haben die Ninjago Helden, wie Cole, Zane und Kai die Herzen der Jungen erreicht und werden als Vorbilder abgezeichnet und ausgemalt. 

Gedanken zum Jahreswechsel 

Wie vermutlich viele, ist auch das Kinderhaus Nesslbach entspannt, ruhig und gemütlich in das neue Jahr 2021 gestartet. Das spezielle und herausfordernde Corona-Jahr 2020 wurde mit Spielen und leckerem Essen verabschiedet und mit Sternschneutzer das neue Jahr 2021 begrüßt

Mit viel Schwung und neuer Energie geht es in das neue Jahr 2021 weiter. Das Kinderhaus Nesslbach bleibt optimistisch, positiv gestimmt und hoffentlich auch negativ getestet.
Wir wünschen allen alles Gute! Bleiben Sie gesund und passen Sie gut auf sich auf! 

Geburtstagsfeierei im Kinderhaus Nesslbach

Im Rahmen des Projektes "Kinderherzen" bekamen die Jungen heuer stabile Lenkschlitten zu Weihnachten geschenkt. Hurra! =)

Mit sehr viel Freude wurden die tollen Schlitten beim ersten Schnee in Nesslbach eingeweiht. Herzlichen Dank für die megatollen Lenkschlitten

Im Kinderhaus Nesslbach wurden - wie jedes Jahr an Weihnachten - in beiden Gruppen wunderschöne Christbäume gemeinsam mit den Jungen weihnachtlich geschmückt. 

Die Jungen hatten im Gruppenadventskalender einen Gutschein für einen Besuch in einer Kletterhalle bekommen. Hoffentlich wird dies bald wieder möglich sein.

Dieses Jahr bekamen die Jungen besonders viele Geschenke von unterschiedlichen Menschen, die es ihnen sehr gut meinen. Ein herzliches Dankeschön an alle an dieser Stelle!!! =)

Aber auch im Kinderhaus, wurde - wie jedes Jahr - zu Weihnachten fleißig gemalt, gebastelt und gebaut. 

Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Schöllnach, haben die Jungen eine Krippe gebaut.

Die Heimleiterin und Trägerin des Kinderhaus Nesslbach Adelheid Straub, genannt "Heidi" feiert 70-jähriges Jubiläum


Auch in ungewissen, herausfordernden Zeiten gehören Festlichkeiten zelebriert. So wurde in coronagerechtem Rahmen der 70. Geburtstag der Heimleitung in kleinstem Rahmen im Kinderhaus gefeiert.

Um die Wartezeit - bis das Christkind kommt - zu verkürzen und schöner zu machen, bekommen die Jungen im Kinderhaus Nesslbach jedes Jahr einen neuen selbstgebastelten Adventskalender. Heuer im Trend: Waldtiere 

Weil aber auch die PädagogInnen und Erziehenden die Advenszeit vor sich haben, hat der Gruppenleiter der Therapeutischen Gruppe seinem Team eine kleine Aufmerksamkeit gebastelt.          -Herzlichen Dank an dieser Stelle.

Die Vorweihnachtszeit ist wie jedes Jahr alles anders als stad: Im Bad werkeln die Handwerker und die Jungen sind quengelig und aufgedreht. Da hilft oft nur noch: Durchatmen & Nervennahrung!

Herbstbeschäftigung

 

Pünktlich zu Halloween höhlten die Jungen der Therapeutischen Wohngruppe im Kinderhaus Nesslbach ihre Kürbisse aus. 


Die Einrichtungsleitung stellte mit verschiedenen Methoden und Schaubildern die Situation der Kinder dar,  die zwischen dem Elternhaus und den Wohngruppen hin und her pendeln.
Nach dem theoretischen Input wurden die Familien von tollen Theaterprojekten und musikalischen Einlagen verzaubert. 

 


Elterntag im Kinderhaus

Die Hausaufgaben-Situation – Oder besser bekannt unter dem täglichen Wahnsinn für die Erzieher

"Wir befinden uns im Gruppenraum von Gruppe 2. Jedes Kind sitzt an seinem vereinbarten Platz. Alle benötigten Hefte und Schulbücher liegen bereit. Die Buntstifte sind gespitzt, der Füller ist mit Tintenpatronen gefüllt. Lineal, Radiergummi und Bleistift warten auf ihren Einsatz. In der Luft kann man die Konzentration förmlich mit den Händen greifen. Die Erzieher geben pünktlich um 14 Uhr den Startschuss zu den Hausaufgaben. Die Jungen legen sofort los, arbeiten ordentlich, flott und ohne sich ablenken zu lassen. Nach 30 Minuten sind sie mit allen schriftlichen Aufgaben fertig. Mathe, Deutsch und sogar Englisch. Dann holen sie bereitwillig und voller Motivation ihre Lernunterlagen für die morgige Probe aus ihren Schultaschen heraus. Begeistert schauen sie sich 15 Minuten lang den Stoff an. Man kann regelrecht beobachten, mit welchem Strahlen in den Augen sie die neuen Inhalte aufsaugen. Bei der anschließenden Abfrage durch die Erzieher können sie alles beim 1. Mal korrekt und vollständig wiedergeben. Ohne Aufforderung geben sie alle Infoschreiben von der Schule ab, damit sie die Erzieher unterschreiben können. In den restlichen 15 Minuten beschäftigen sie sich in Stillarbeit z. B. mit Lesen oder zusätzlichen Übungen. Dann werden alle Sachen wieder zurück in die Schultaschen gepackt und die Schultaschen ins Regal geräumt.

Das wäre wohl die Wunschvorstellung eines jeden Erziehenden, wenn es um die
                                         Hausaufgabensituation geht. Und nun zurück zur Realität.
                                                                                                                                     

Es ist schon nach 14 Uhr und schon zum dritten Mal haben die Erziehenden darauf hingewiesen, dass sich jedes Kind seine Schultasche nehmen und auf seinen Platz setzen soll. Es vergehen noch weitere 10 Minuten, bis jeder tatsächlich auch an seinem Platz sitzt und seine Sachen vor sich liegen hat. Dann beginnt das eigentliche Drama. Denn Hans-Günther (Namen wurde von der Redaktion geändert) braucht zuerst noch ein neues Matheheft, weil das alte bereits voll ist. Aber das konnte er natürlich nicht beim letzten Mal erwähnen. Also geht die Erzieherin in den Schulshop, um ein neues Heft für Hans-Günther zu holen. Kaum zurück, benötigt Justin für seinen Füller neue Tintenpatronen. „Das habe ich vorhin noch nicht gewusst“, sagt er zur Erzieherin, als diese ihn bereits mit schiefem Blick anschaut. Aber natürlich läuft die Erzieherin nochmal los, jetzt schon etwas gehetzter. Wieder in der Gruppe schaut er zu Jeremy-Pascal und fragt ihn, ob bei ihm alles soweit passt, was dieser bejaht. Bei genauerem Blick auf seine Hausaufgaben, sieht die Erzieherin jedoch, dass er die Aufgabenstellung komplett missverstanden hat. Die Erzieherin sagt, dass er nochmal von vorne beginnen muss. Jeremy-Pascal beginnt zu toben, schreit laut rum und wirft Stifte. „Das mache ich auf keinen Fall!“ Die Erzieherin motiviert und bestärkt ihn, dass er das gut schaffen wird. Noch immer schnaubt Jeremy-Pascal und motzt, macht aber trotzdem mit seiner Hausaufgabe weiter. Die Erzieherin muss selbst schon um innere Ruhe kämpfen. Sie schaut weiter zu Thorsten. Doch in dessen Heft steht noch kein einziges Wort. „Schau, da im Garten die beiden Vögelchen, wie sie dasitzen.“, sagt Thorsten freudestrahlend. Der Geduldsfaden der Erzieherin ist zum Reißen gespannt. Sie atmet tief durch und weist Thorsten freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass er jetzt endlich mit seiner Hausaufgabe anfangen soll. Etwas träge beginnt nun auch Thorsten nach geschlagenen 30 Minuten mit seiner Hausaufgabe. Währenddessen haben Hans-Günther, Justin und Jeremy-Pascal jeweils gefragt, ob sie auf die Toilette gehen dürfen. Alles kein Problem für die Erzieherin, denn sie hat ja vor dem Essen nicht noch jeden Einzelnen gefragt, ob er schon auf der Toilette gewesen ist. Selber Schuld, wenn nun das große Rennen während der Hausaufgaben-Zeit beginnt. Justin fällt nun auf einmal ein, dass er sein Mathebuch „Aus Versehen, wirklich!“ unter der Bank in der Schule vergessen hat. „Na gut, Justin. Dann machst du deine Hausaufgabe eben morgen fertig.“, entgegnet die Erzieherin, äußerlich die Ruhe selbst, innerlich brodelt es in ihr, da dies in den letzten Tagen schon 3 Mal „Aus Versehen, wirklich!“ vorgekommen ist. Hans-Günther beginnt nun mit dem Stuhl zu kippeln, weil er angeblich schon fertig ist mit seiner Hausaufgabe. Jeremy-Pascal hat es nun endlich geschafft, seine Hausaufgabe zu erledigen. Selbst Thorsten ist trotz Tagträumerei mit seiner Hausaufgabe irgendwie fertig geworden. Nach einer Stunde des absoluten Wahnsinns hat auch die Erzieherin die Hausaufgabenzeit überlebt und macht sich erst einmal einen Kaffee, um ihre schwachen Nerven zu beruhigen. Die Infoschreiben von der Schule liegen noch in den Mappen der Jungen, da diese nicht daran denken (warum auch?), sie bei den Erziehern abzugeben. Und die Erzieher können ja schließlich auch nicht immer an alles denken!"

- Erzieherin aus der Heilpädagogischen Gruppe -

 

Die Herbstdekoration wurde mit der weihnachtlichen Dekoration erweitert. Langsam kommt die "stade Zeit" und die Jungen stellen sich auf die Vorweihnachtszeit ein.

Es ist wichtig, dass sich jeder wohlfühlen kann. Bello fühlt sich in seinem neuen Hundehaus sehr wohl. 


"Jeden Tag eine neue Chance"

"Welchen Tag haben wir?" fragte Pooh.
"Es ist heute", quiekte Ferkel.
"Mein Lieblingstag!" sagte Pooh.

"Ein Licht der Hoffnung"
Weil Corona-bedingt das St. Martinsfest niergendwo gefeiert werden konnte, bastelten die Jungen im Kinderhaus Teelichter und verteilten diese an den Haustüren unserer Nachbarn. In dunklen, herausfordernden und komischen Zeit bringt ein Licht wieder neue Hoffnung und neuen Mut.

Auch wenn es in Zeiten von Corona nicht geht großartig zu feiern, gehören die wichtigsten Eckpunkte im Leben eines Menschen würdig zelebriert. In diesem Sinne wünscht das gesamte Kinderhaus allen, die einen runden Geburtstag hatten oder ein langjähriges Einrichtungszugehörigkeitsjubiläum feiern, von Herzen alles Liebe und Gute! 

Zu der standesamtlichen Hochzeit des Gruppenleiters der Therapeutischen Gruppe im Kinderhaus, wurden die Jungen von der Schule befreit und überraschten das Brautpaar, indem die Kinder rote Rosen übergaben und Reiskörner warfen.

In der Therapeutischen Gruppe wird gerade das Bad aufgrund eines Wasserschadens neu her gerichtet. Obwohl mittlerweile die 7. Woche der Trocknungs- und Sanierungsarbeiten läuft, können die Jungen, wie auch die Erwachsenen die herausfordernde Situation recht gut händeln. 

Die Heilpädagogischen Gruppen sind mittlerweile wieder aufgeteilt, sodass die Jungen separat betreut werden können. Der Alltag bei den kleineren Jungen ist sehr strukturiert. Dafür wird ein kommunikationsoriertierter Ansatz aus dem Autismus-Spektrum für den Wochenplan genutzt, der den Kindern genau zeigt, was tagtäglich ansteht und welche Aufgaben sie zu tun haben. 

In den Allerheiligenferien verbrachten die Jungen der Heilpädagogischen Gruppe eine Woche gemeinsam mit zwei erfahrenen Pädagoginnen in zwei Selbstversorgerhütten

Dort wurde tagsüber fleißig gewandert und abends gab es Kulinarisches vom Feinsten. Die Jungen bereiteten den Tisch a la francais vor und überlegten sich ein Motto durch den ganzen Abend.

Besonders fein schmeckte dieser Tomate-Mozarella-Salat mit gutem Hong-Senf-Balsamico-Dressing. Die Lebensmittel wurden in der Heimat gekauft und dann zubereitet.

Pädagogische Ferienmaßnahme 

Die Woche der Allerheiligenferien verbrachten 6 Jungen mit zwei Pädagoginnen im Chiemgau. Neben unterschiedlichen Wanderungen, erkundeten die Kinder die "Kreuzbachklause" und bestiegen als krönenden Höhepunkt die Kampenwand.

Herbstliche Dekoration im Kinderhaus Nesslbach

Corona hatte auch seine guten Seiten:
Das Haus der Therapeutischen Gruppe in der Fraunhoferstr. bekam an insgesamt 34 Fenstern und 4 Balkontüren einen neuen Fensteranstrich. Im Vorgang wurden natürlich alle Außenflächen ordentlich abgeschliffen. 

Um das Mobiliar zu schützen, wurden alle Innenflächen staubdicht abgedeckt oder die Zimmer direkt ausgeräumt. Weil dank Corona wenig Termine stattfanden, konnten die Kapazitäten für die Fenster- und Türenerneuerung genutzt werden.

Die Schleif- und Streichaktion dauerte gute drei Wochen an. Der Schweiß und die Mühen zahlten sich dennoch aus:
Jetzt erleuchten die Fenster und Türen des Kinderhauses geradezu und sind gewappnet für die kommenden Jahre

Bei Walderkundungstouren darf die entsprechende Ausrüstung selbstverständlich nicht fehlen. 

Mit frischen Äpfeln aus dem eigenen Garten macht das Baumhausbauen natürlich gleich noch mehr Spaß.

Im Spätsommer diesen Jahres ließ es Corona zu, dass die Jungen  wieder auf öffentlichen Spielplätzen schaukeln, turnen und spielen konnten. 

Während einer Entdeckungstour am Sattlinger Weiher entdeckten die Kinder sehr kleine Babyfrösche, die zuerst vorsichtig begutachtet und dann wieder in selbstgebaute "Froschhäuser" gesetzt wurden.

Recht wahrscheinlich wird ein Platz in der Therapeutischen Gruppe im Kinderhaus Nesslbach ab Weihnachten 2020 frei werden. 

Zum Umgang mit Corona im Kinderhaus Nesslbach

"Als die Maskenpflicht am 22.04.2020 bei uns ausgesprochen wurde, habe ich mich kurzerhand angeboten, für die Jungen in unserer Einrichtung Masken selber zu nähen. Die Heimleitung war erleichtert und freudig einverstanden, ein Punkt weniger - für den Augenblick zumindest - worum sie sich kümmern musste. Die Masken waren 2-lagig, sahen gut aus und so wurden sie von den Jungen sehr gut angenommen, denn aufgrund der unterschiedlichen Farben wusste von Anfang an jedes Kind welche Maske zu ihm gehört. Wir waschen die Masken täglich bei hoher Temperatur, sodass sie hygienisch sauber sind. 
Inzwischen habe ich weitere Masken genäht, schließlich werden pro Person mehrere benötigt und wir werden sie, so wie es aussieht, auch noch länger tragen müssen. Unsere Jungen – ein großes Lob - benutzen die Masken sehr gewissenhaft (im Gegensatz zu manch anderen Gleichaltrigen, 
z. B. im Schulbus). 

Jeder kann sich eine Alltags-Maske selbst nähen. Der Stoff sollte laut Gesundheitsministerium möglichst dicht sein und aus 100 Prozent Baumwollte bestehen. Natürlich muss die Maske groß genug sein, damit sie Mund, Nase und Wangen vollständig bedeckt. Zugleich sollte sie an den Rändern möglichst eng anliegen. Und sie kann sehr individuell gestaltet werden, wenn man sie selber macht.
 
Darüber hinaus gibt es in der Gruppe strenge Regeln bzgl. der allgemeinen Hygiene. Auch diese halten die Buben ohne großes Murren gut ein.
Es scheint, als seien unsere Jungen in manch kritischen Situationen vernünftiger, verlässlicher und verantwortungsbewusster als manch Erwachsener im übrigen Deutschland. Diese Pandemie hat dazu beigetragen, dass „unsere Heimkinder“ sogar anderen ein Vorbild sein können.
 
Bei der Gelegenheit möchten wir uns auch bei den Eltern bedanken, die ebenfalls, wenn sie zu uns in die Einrichtung kommen, sehr gewissenhaft ihre Masken aufsetzen und damit ein gutes Beispiel an alle und auch an ihre Kinder senden. Es zeigt, dass wir alle in einem Boot sitzen, an einem Strang ziehen und besonders in dieser schweren Zeit zusammenhelfen wollen."


- Pädagogische Mitarbeiterin aus der Heilpädagogischen Gruppe -

"Wir sollten uns weniger bemühen, den Weg für unsere Kinder vorzubereiten, als unsere Kinder für den Weg."

"Danke Zahnfee für das Kommen und für das Geld und ich freue mich so stark, dass du gekommen bist aber 1 muss ich dir sagen - ich bin traurig, weil du nicht meinen Zahn mitgenommen hast." 

-Stilblüten-

Natur- und Erlebnispädagogik

Gut ausgerüstet verbrachten die Jungen das letzte halbe Jahr sehr viel Zeit draußen in der Natur. Die ferne und nahe Umgebung von Nesslbach wurde gründlich erkundet. So wurde sogar der ein oder andere Nachmittag mit einem Hörbuch und der Musikbox auf Isomatten im Wald verbracht.

Während den Erkundungsfahrten mit dem Rad lernten die Jungen viel Wissenswertes über die Natur. In Bächen wurden die quakenden Frösche belauscht und die vielen verschiedenen Kleintiere genauer unter die Lupe genommen. 

Aber auch soziale Gruppenregeln wurden trainiert. Eine Fahrradlänge Abstand zum Nächsten musste eingehalten werden. Vor allem die gegenseitige Rücksichtnahme spielte eine wichtige Rolle. Der Erste und der Letzte mussten die anderen gut im Blick behalten und die Geschwindigkeit entsprechend anpassen.

Auch die Sommermonate über blieb das Kinderhaus Nesslbach noch recht für sich. Die Jungen der therapeutischen Wohngruppe haben die Ruhe genossen und konnten sich in diesen besonderen Zeiten sehr gut stabilisieren - ohne Informationen und Reize von außen. Das gemeinsame Miteinander in der Natur sorgte für ein stärkeres Gruppengefühl.

Das gesamte Frühjahr über haben die Jungen des Kinder- und Jugendhauses nahezu ohne Kontakt nach außen verbracht. Die Fahrräder waren dabei gute Begleiter. So konnte in guten Abständen etwas Bewegung an der frischen Luft stattfinden.

Das Corona-bedingte Homeschooling erforderte einen noch strukturierten Tagesablauf im Kinderhaus. So fand am Vormittag von 10-12 Uhr die tägliche Schul- und Hausaufgabenzeit statt. Nach dem Mittagessen wurden mit reichlichen Abständen sämtliche Wiesen- und Waldwege erkundet.   

 

Wir wünschen allen nur das Beste und bleiben Sie gesund!

Das Kinderhaus Nesslbach hat sich während dem Corona-Lockdown - wie alle anderen - ebenfalls zurückgezogen. 


Jahreswechsel 2019 - 2020

Besonders wertvolles Weihnachtsgeschenk

Die Jungen im Kinderhaus Nesslbach lieben das Fußballspiel. Sie spielen nicht nur auf dem öffentlichen Fußballplatz vor Ort, sondern auch im Wohnzimmer. Der Tischkicker war in diesem Jahr ein tolles Weihnachtsgeschenk an die therapeutische Wohngruppe. 


 Alle Jahre wieder holen die Jungen vom Kinderhaus gemeinsam mit ihren Betreuenden zu Fuß einen schönen Christbaum vom nahe gelegenen Bauernhof ab. Dieser wird dann feierlich mit allen zusammen geschmückt. 

 Als klassische Weihnachtdekoration wird jedes Weihnachten die Krippe als Geburtsort Jesu zum Weihnachtsbaum mit aufgestellt. Passend dazu werden den Kindern an den Adventssonntagen Weihnachtsgeschichten vorgelesen. 

 Damit nicht nur die gesamte Wohngruppe auf Hochglanz kommt, werden durch die weihnachtliche Dekoration auch die Jungen und die Betreuenden in weihnachtliche Stimmung versetzt. 

Jedes Jahr verbringen die Jungen des Kinderhauses Nesslbach ein paar Tage auf der Steinberghütte nahe Langfurth. Die pädagogischen Fachkräfte bereiten die Ferienmaßnahme so vor, dass die Gruppe auf der Selbstversorgerhütte gemütliche Abende und abenteuerliche Wanderungen genießen kann. 

 Die Landschaft rund um den Bayerischen Wald ist wunderschön. Die Ausblicke direkt von der Steinberghütte aus sind traumhaft und die Zeit dort tut den Jungen unglaublich gut. Sie können entspannen und finden etwas zur Ruhe. Gleichzeitig werden Gruppenspiele angeboten, die soziale Kompetenzen fördern und trainieren. 

 Die Kinder und Jugendlichen in Nesslbach haben gemeinsam mit der Unterstützung ihrer Betreuenden Vogelhäuser gebaut, in denen die heimischen Vögel gefüttert werden. 

Erste-Hilfe-Kurs-Auffrischung

 

Regelmäßig werden im Kinderhaus Nesslbach Erste-Hilfe-Kurse aufgefrischt. Hier übten die MitarbeiterInnen an einer Puppe, wie die Herzlungenwiederbelebung bei Erwachsenen funktioniert. Aber auch an einer kleinen Babypuppe wurde für den Ernstfall trainiert. 


Schon einige Male durften die Jungen des Kinderhauses nach Waldhäuser fahren und dort eine gute Woche verbringen. Von einer langen Wanderung auf den Lusen, über Lagerfeuerabende bis hin zu Spieleabenden wurde der Ferienaufenthalt stets sehr abwechslungsreich gestaltet. 

Auch die Kinder fühlten sich in der Jugendherberge in Waldhäuser sehr wohl und hatten eine gute Zeit zusammen mit ihren Betreuern. Ganz besonders gefiel ihnen die Sprechblase, die täglich mit einem neuen Spruch beschriftet werden konnte. 

 Im Kinderhaus Nesslbach hat eine interne Fortbildung zur umfassenden Thematik der Biographiearbeit stattgefunden. Die Einrichtungsleitung Fr. Adelheid Straub informierte die Mitarbeitenden zu den interessanten Themen "Lebenslinien" und "Lebensfluss". 

 Die Lebenslinien stellen das Leben einer Person dar, beginnend von der Geburt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Mit diversen Symbolen können dann verschiedene Lebensereignisse so dargestellt werden. Besonders wichtig ist dabei, dass die Lebenslinien immer in Richtung eines Fensters gehen, damit die positive und optimistische Richtung bestehen bleibt. 

 Sind negative Ereignisse vorgefallen, können diese beispielsweise mit einem Tuch abgedeckt werden. Die grundlegende positive Haltung bleibt dadurch deutlich im Vordergrund.  Sobald die Person am Ende der Linie auf dem Podest steht und hinab blickt, wird schnell klar, was der Mensch in seinem Leben schon alles bewältigt und welche Herausforderungen er gemeistert hat. Diese bestärkende Sicht ist die Grundidee der Flussdiagramme

Den Jungen wird es immer wieder mal ermöglicht Ausfüge zu machen. Bei einer gemeinsamen wunderschönen Wanderung begegneten die Kinder einem rotbraunen Kater, den sie liebevoll "Garfield" nannten und ihn mit sanften Streicheleinheiten versorgten. So lernen die Jungen spielerisch den richtigen Umgang mit Tieren.

Musikalische Förderung... 


 

...findet im Kinderhaus immer wieder statt. Die Therapeutische Wohngruppe ist nicht nur mit Gitarren und diversen Rhythmusinstrumenten ausgestattet, sondern auch mit 2 Ukulelen. Bei unterschiedlichen Anlässen, wie kürzlich dem Sommerfest beeindruckten die Jungen nicht nur ihre Familien


Interne Fortbildung zum Thema "Trauma" 

 Der Gruppenleiter der Therapeutischen Wohngruppe hielt eine interne Fortbildung zum sehr wichtigen Thema "Trauma" ab. Das Team erhielt einen fundierten Überblick über unterschiedliche Traumaarten und wie sich diese entwickelt haben könnten. 


Jedes Jahr werden die Gemüsebeete im Kinderhaus hergerichtet und neu bepflanzt. Tomaten, Gurken, verschiedene Salate, Kürbisse und Zuccinis finden dann ihr neues zu Hause hier.

Im Zuge der Gartengestaltung wurde das neue Kletter- und Spielgerüst im Kinderhaus aufgestellt. Seither können die Jungen rutschen, klettern und schaukeln wie es der Zeitplan hergibt. 


Zum Sommerfest wurden Menschen eingeladen, die sich seit vielen Jahren für das Kinderhaus einsetzen.
Ganz besonders wichtig war es für alle, die Feier für die Gäste passend dekoriert zu gestalten. 



Um sich bei den Unterstützern kenntlich zu zeigen und vor allem zu bedanken, wurde gemeinsam mit den Jungen ein tolles Festmahl vorbereitet und angeboten und die Jungen führten verschiedene Musik- und Theaterstücke vor. 


Kulinarisch wurden die Gäste bestens mit einem abwechslungsreichen Salatbuffet und eigens Gegrilltem versorgt. Die Jungen kümmerten sich mit viel Einsatz um die kleine Saftbar und teilten die Getränke aus.